Wahre Geschichte in Game of Thrones – Der Glaube an R’hllor und die Roten Priester

Wir haben den Glauben an R’hllor durch den versteckten Symbolismus, die Wahre Geschichte und die Legende um Azor Ahai schon öfter ein wenig angeschaut.
George R. R. Martin hat auch mehr als nur ein paar mal schon erwähnt. Das alles in einem Lied von Eis und Feuer von wahren Events in unserer Geschichte inspiriert worden ist.
Von welchen Ereignissen und Personen genau ist unsere Aufgabe herauszufinden.
Dieses mal möchte ich mit euch noch ein wenig mehr in die Wahre Geschichte, Inspirationen für den Glauben an den Roten Gott und seine Priester vertiefen.

Die Roten Priester

In den Büchern, sowie der TV Serie ist R’hllor prominent durch Melisandre, Kinvara, Thoros und Bennero (praktisch Kinvara in den Büchern) vertreten.
Doch wer genau sind die Jünger des Hernn des Lichtes?

Sie haben eine dualistische Weltanschauung und glauben an einen einzelnen „guten“ Gott, dem ein einzelner „böser“ Gott entgegensteht.
Sie glauben auch, dass die Welt gerettet werden wird, wenn eine messianische Figur namens „Azor Ahai“ zurückkehrt, um die Dunkelheit zu verjagen und Licht in die Welt zu bringen.

Die Diener des Roten Gotts sind als Rote Priester bekannt. Diese Diener des Roten Gotts sind oft (vor allem in Volantis) durch Tattoos an seinen Dienst gebunden.
Sie können männlich oder weiblich sein und wurden in der Serie predigend, kämpfend und beim Versuch, Könige zu konvertieren, gezeigt.

Rote Priester predigen in Volantis
Rote Priester predigen in Volantis

Sie scheinen auch ziemlich mächtige Magie wirken zu können und sind ein Glaube, der seinen Einfluss langsam in der Welt ausbreitet.

Parallelen zu unserer Welt

Melisandre beim Azor Ahai Ritual für Stannis Baratheon
Wir haben uns schon einmal hier mit den Parallelen zwischen der Religion von Westeros und deren Hintergrund mit der wahren Geschichte aus unserer Welt auseinandergesetzt.

Die Alten Götter von Westeros sind alten keltischen heidnischen Glauben ähnlich, während der Glaube an die Sieben auffällige Ähnlichkeit zum Christentum aufweist.
Die Religion des Roten Gottes ist etwas kniffliger als die anderen zwei.

rote Priester

Einerseits birgt ihre Faszination mit Feuer und der Glaube an ein einzelnes göttliches Wesen eine eindeutige Ähnlichkeit zum Zoroastrismus, welcher eine der ältesten monotheistischen Religionen ist.

Waren der Zoroastrianismus, Christentum und Islam eine Inspiration für George?

Die Zoroastrier glauben an die Existenz eines einzigen Gottes namens Ahura Mazda, der der alleinige Erschaffer der Welt und die Repräsentation alles Guten ist. Es ist auch einer Erwähnung wert, dass Feuer eine wichtige Rolle in der Anbetung spielt.

Ahura Mazda

Während sich der Glaube an den Roten Gott bei Game of Thrones jedoch Dinge wie den Monotheismus und die Faszination mit dem Feuer vom Zoroastrismus ausborgt, weisen seine Bedeutung in der Geschichte von Game of Thrones und seine rapide Verbreitung in ganz Essos eher Parallelen zu einer moderneren Religion auf: Islam.

Die erste und stärkste Ähnlichkeit zwischen den zweien ist dogmatisch.
Als der Islam etwa um 600 n. Chr. seinen Aufstieg begann, glaubte man fest daran, dass es einen Gott gab und nur diesen einen Gott.
Das wurde in einem muslimischen Glauben ausgedrückt, den man als Tawheed kennt. Der bestätigt, dass Gott alleine herrschte und absolut war.

Das brachte den Islam in Konflikt mit der christlichen Sicht der Dreifaltigkeit, die vorsah, dass es „Einen Gott in drei Teilen“ gab.
Das ähnelt eindeutig dem Game of Thrones Universum, wo sich die alleinige Herrschaft des Roten Gotts und der Glaube der Sieben von „einem, aufgeteilt in sieben Komponenten“ entgegenstehen.

Aber die Glaubenslehre ist nicht das einzige, was der Glaube an den Roten Gott mit dem Islam gemeinsam hat, es ist auch der Platz der Religion in der Geschichte.
Der Rote Gott ist eine Art Spätzünder in der religiösen Szene und so auch der Islam.

Zu der Zeit, als der Prophet Mohammad seine Visionen von Gott empfing, gab es das Christentum in der alten Welt seit mehr als 600 Jahren. Genau wie die Roten Priester verbreiteten Mohammad und seine Anhänger die Kunde ihrer Visionen im östlichen Mittelmeerraum durch Predigen, Kämpfen und Teilhabe an politischen Intrigen durch Konvertierung von Königen und Adligen.
Genau wie die Roten Priester folgte der Islam einem ähnlichen Muster, indem er sehr beliebt im Osten wurde, während er Widerstand und regelrechte Feindseligkeit im Westen erlebte.

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